Schülldorf
14.06.2008 -
Mitmachtag ein voller Erfolg
Am 14. Juni veranstalteten wir unseren ersten Mitmachtag. Diesen Mitmachtag hat der LFV seit dem Sommer 2006 unter der Führung der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren als eine von mehreren Maßnahmen gegen die rückläufigen Mitgliederzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig Holstein entwickelt. Hintergrund war die These, dass nur der Bürger sich für oder gegen das Ehrenamt in einer Freiwilligen Feuerwehr entscheiden wird, wenn er selber beurteilen kann, ob dies etwas für ihn ist oder nicht. Hierzu gilt es festzustellen, dass der Mensch immer am Besten etwas beurteilen kann, wenn er es selbst erlebt hat.
Erlebt hatten es an diesem Tag 22 junge Menschen, die mit Eifer bei der Sache waren. Wie an einem Roten Faden wurden die Interessierten hierbei durch 5 Stationen geführt.
An der ersten Station wurden Name, Alter und Adresse von denjenigen vollständig erfasst der einmal aktiv mitmachen wollten. Es konnten hier Informationen eingeholt werden, was denn auf sie zukäme und es wurden Fragen rund um den Mitmachtag beantwortet. Hier wurden auch Infoflyer verteilt. Weiterhin wurden an dieser Station auch die Urkunden für die Teilnehmer gefertigt Die erfassten Adressen dienten einerseits der Urkundenerstellung und es kann nach dem Mitmachtag durch einen Brief oder einem persönlichen Gespräch Kontakt mit dem interessierten Teilnehmer aufgenommen werden.
An der zweiten Station wurde die zivile Kleidung gegen die richtige Einsatzschutzkleidung der Feuerwehr getauscht. Es geht dabei darum, dem Teilnehmer das Gefühl für die Feuerwehr zu vermitteln. Es wurde hier auch der Sinn und Zweck der einzelnen Teile erklärt.
Die Station 3 war bestand aus einer Aktionsfläche, auf der unser TSF stand und ein Löschangriff trocken aufgebaut war. Den Teilnehmern wurde hier erklärt, für welche Einsatzschwerpunkte das Fahrzeug benötigt wird und welche Gerätschaften wie Schläuche, Verteiler und Strahlrohre für einen Löschangriff benötigt werden. Hier wurde ebenso der Einsatz unter Atemschutz vorgestellt wie auch die hohen gesundheitlichen Anforderungen an den Atemschutzgeräteträger.
An der Station 4 hieß es: Selber machen! Hier wurde die Gruppe in "Funktionen" eingeteilt und anschließend geübt. Es begannt mit dem Ausrollen eines Schlauches und dem Kuppeln. Es wurde den Teilnehmern erklärt, was sie beim Aufbau eines Löschangriffes zu tun haben und anschließend am praktischen Beispiel geübt, damit an der nächsten Station, dem "ersten Einsatz" alles richtig klappt.
An der Station 5 hieß es: "Feueralarm". Hierzu rückten die Teilnehmer mit dem LF8 mit Blaulicht und Martinshorn an, um anschließend unter Anleitung einen Löschangriff selbständig auf zu bauen und ein kleines Strohfeuer zu löschen. Es spielte sich hier alles wie bei einem richtigen Einsatz ab. Die Teilnehmer sammelten sich nach der Anfahrt hinter dem Einsatzfahrzeug, um ihre Einsatzbefehle zu erhalten. Jedem Trupp wurde hierbei ein erfahrener Feuerwehrmann zur Seite gestellt. Dann ging es ans Ausrollen und Kuppeln der Schläuche sowie das Löschen des Feuers, für das unser hauptamtlicher Kleinbrandstifter Werner Alberti zuständig war. Er verstand es, hier mit wenig Stroh ein ordentlich qualmendes Feuer zu entfachen, welches von den Teilnehmern zu löschen war.
Während dieser Veranstaltung wurde von Kamerad Deltlef Thomsen die Funktionsweise und Bedienung der verschiedenen Feuerlöscher demonstriert. Auch hier konnten die Besucher selbst einmal einen Feuerlöscher bedienen, um im Brandfall den sicheren Gebrauch zu erlernen.
Als weiteres wurde das FireEx Gerät vorgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Gasbetriebene Übungsanlage. Nachdem den Besuchern gezeigt wurde, wie man einen entstehenden Kleinbrand fachgerecht löscht, durften diese sich auch daran versuchen. Wenn der Löschangriff richtig durchgeführt wurde, konnte die Gasübungsanlage mit einer Fernbedienung ausgeschaltet werden, um somit das richtige Löschen zu bestätigen.
Mit der stattlichen Anzahl von 22 Teilnehmern wurden unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Es sind zwar keine spontanen Eintrittserklärungen abgegeben worden, aber wir sind zuversichtlich, für die Zukunft unserer Wehr einen guten Beitrag geleistet zu haben. Denn der Eine oder Andere der meist jugendlichen Teilnehmer wird vielleicht eines Tages auf Grund der heutigen Erfahrungen den Entschluss fassen, in die Jugendwehr einzutreten um später in der aktiven Wehr mit zu wirken. Und damit haben wir denn das Ziel dieses Mitmachtages erreicht.
Um auch im nächsten Jahr wieder in die glücklichen Gesichter bei der Übergabe der Urkunden schauen zu können und um weiterhin aktive Mitgliederwerbung zu betreiben, werden wir wohl auch im nächsten Jahr wieder einen Mitmachtag veranstalten.
Weitere Bilder zum Mitmachtag
Text und Fotos: Wolfgang Hass








